Vier Kasseler Pfarreien wollen zu einer verschmelzen

Erste Beschlüsse unserer Gremien zur Gemeindefusionen in Kassel: Sankt Joseph Kassel schliesst sich einer Stellungnahme des Pfarrgemeinderates von St. Bonifatius an: Wir favorisieren weiterhin ausdrücklich das Fusionsmodell, das alle 5 Pfarreien umschließt, weil wir der Meinung sind, dass dies das zukunftsträchtigste Modell ist. Kurzfristig sind wir aus verschiedenen Gründen bereit mit St. Elisabeth, St. Bonifatius und St. Laurentius Gespräche mit dem Ziel der Fusion der 4 Pfarreien zu führen. / 19. März 2014

 

Homepage zur Kirchenfusion in St. Joseph - Link

Lenkungsgruppe Kirchenfusion im Kasseler Norden - Sommer 2014
Lenkungsgruppe Kirchenfusion im Kasseler Norden - Sommer 2014

Gemeinsam auf den Weg machen

Vier Kasseler Pfarreien wollen zu einer verschmelzen

 

Kassel (gw). Aufbruchstimmung bei Kassels Katholiken: Die vier Kirchengemeinden St. Bonifatius und St. Elisabeth (geleitet von Pfarrer Peter Bulowski) sowie St. Joseph und St. Laurentius (geleitet von Pfarrer Stefan Krönung) im Pastoralverbund Kassel-Mitte haben damit begonnen, gemeinsam den Weg zur Bildung einer Großpfarrei zu beschreiten. Etwa 8500 Katholiken werden künftig in dieser Pfarrei leben.

 

Unter der Leitung von Pfarrer Bulowski traf sich die Lenkungsgruppe in St. Joseph zu einer Sitzung. Zu dem Gremium gehören neben den beiden Pfarrern die Diakone Dietrich Fröba (er ist zugleich Gefängnisseelsorger) und Martin Gerstel (er ist zugleich Gemeindereferent in St. Joseph und St. Laurentius), die Gemeindereferentin Pia Mamani Mamani, der Gemeindeassistent Maurice Radauscher und die Pfarrsekretärin Margo Kudla.

„Der Prozess der Pfarreibildung begann im Jahre 2008. Er ist im Wesentlichen die Fortsetzung des Pastoralen Prozesses und eine Antwort auf die Entwicklung, die unsere Kirche genommen hat beziehungsweise nimmt. Jetzt treten wir in die konkrete Planungsphase für eine neue Großpfarrei ein unter Beteiligung der Mitglieder und Gremien aller vier Pfarreien, die in dieser neuen Pfarrei ihren Weg künftig gemeinsam gehen und an Kirche bauen wollen“, so Pfarrer Bulowski, der den Verschmelzungsprozess moderiert. Die Kirchengemeinde St. Familia, die ebenfalls zum Pastoralverbund Kassel-Mitte gehört, wird indes an diesem Prozess nicht teilnehmen. „Sie hat sich entschlossen, mit Pfarrer Harald Fischer einen eigenen Weg in die Zukunft einzuschlagen“, sagte Pfarrer Krönung.

Die Einbindung der Pfarreimitglieder und der Gremien sind den beiden Geistlichen ein wichtiges Anliegen. „Ohne das kann das Projekt auch nicht gelingen, denn die Gemeinden sollen ja ihre Identität behalten und auch künftig Heimat der Gläubigen sein“, sagte Bulowski. So wurden Arbeitskreise mit Mitgliedern aus allen vier Kirchengemeinden gebildet, die sich mit den für die jeweiligen Bereiche betreffenden Fragen während des Verschmelzungsprozesses befassen. Pfarrer Krönung nennt die Arbeitskreise: „Wir haben bereits jeweils einen Arbeitskreis für Berufungspastoral, für Finanzen und Recht, für Soziale Fragen sowie ein Arbeitskreis Pfarrbüro gebildet. Ein weiterer für die Kindertagesstätten ist in Vorbereitung.“ Diese Arbeitskreise bilden damit nicht nur die administrativen Belange der künftigen Pfarrei ab. Sie spiegeln auch die seelsorgerischen Felder wider, die schon jetzt intensiv „beackert“ werden.

„Die neue Großpfarrei wird künftig die Kasseler Stadtteile Rothenditmold, Nord-Holland, Philippinenhof/Warteberg, Fasanenhof, Wesertor, Wolfsanger/Hasenhecke, Mitte, Unterneustadt sowie Südstadt und damit neun von 23 Kasseler Stadtteilen umfassen. Hier leben auf knapp 27 Quadratkilometern etwa 70 420 Menschen aus 70 und mehr Nationen, davon allerdings nur etwa 8500 Katholiken. Wir sind also eine Minderheit. An die 1000 Katholiken können wir als aktiv bezeichnen“, erläutert Krönung.

Doch nicht nur unterschiedliche Nationen, Christen und Nichtchristen leben auf dem Gebiet der entstehenden Großpfarrei. Es gibt auch wichtige öffentliche und soziale Einrichtungen, für und in denen es „spannend sein wird zu arbeiten“, so Krönung. Er zählt dazu unter anderem auf zwei Kindertagesstätten, sechs Senioren- und Pflegeheime, Schulen (Krönung: „Hier gibt es auch so genannte Problemschulen.“) sowie Kliniken, darunter auch das kirchliche Marienkrankenhaus am Rothenberg. „Wir haben hier aber auch soziale Brennpunkte, die die Seelsorge in Hessens zweitgrößter Großstadt prägen. So ist Pfarrer Krönung mit seiner Josephsgemeinde intensiv in der Sozial- und Armenarbeit tätig, unter anderem mit einer Armenküche und einer wöchentlichen Essensausgabe.

 

Der Fahrplan für den Verschmelzungsprozess liegt fest: Bis Ostern kommenden Jahres soll die Satzung für den Zusammenschluss der vier Pfarreien ausgearbeitet sein. An Pfingsten will man sie dann Bischof Heinz Josef Algermissen zur Prüfung und Genehmigung vorlegen. Angestrebt ist, dass zum 1. Advent 2015 der Verschmelzungsprozess abgeschlossen und die neue Pfarrei in Kassel mit einem neuen Namen errichtet ist.

 

Kontakt:                            Tel: 0561.83459

Stefan Krönug                     Fax: 0561.85690

34127 Kassel                      Mail: ideen@dieneuepfarrei.de